Heuschnupfen- Es fliegt was in der Luft
Die Erkrankung „Heuschnupfen" beginnt meistens schon im frühen Kindheitsalter und beinhaltet negative Auswirkungen auf das Sozialleben, die Arbeitsproduktivität und die schulischen Leistungen. Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung, die auf einer Überempfindlichkeit gegen die Eiweißkomponenten von bestimmten Pollen beruht. 20 Prozent der Bevölkerung leidet darunter. Das Problem liegt in der längeren Pollenzeit. Der Pollenflug beginnt durch den Klimawechsel immer früher und dauert dadurch auch länger. Zum Beispiel kann die Birke jetzt im Februar schon anfangen zu blühen anstatt erst im April. Allergischen Schnupfen teilt man in zwei Gruppen ein: allergischer Schnupfen zur Pollenzeit wird durch Bäume, Gräser und Kräuter ausgelöst und allergischer Schnupfen, der durch andere Stoffe verursacht wird und das ganze Jahr bleiben kann.
Entstehung- Einmal da, immer da?
Heuschnupfen und auch andere allergische Erkrankungen entstehen mit dem Beginn einer Sensibilisierung gegenüber einem Allergen wie den Hausstaubmilben oder den Pollen. Bei empfindlichen Personen führt der erste Kontakt mit dem Allergen zur Entwicklung von Antikörpern. Ab diesem Zeitpunkt empfindet unser Körper diese harmlose Substanz als gefährlich und bildet im laufe der Jahre immer mehr Antikörper. Irgendwann kommt der Zeitpunkt der ersten allergischen Reaktion. Der Körper reagiert nun als müsse er einen Krankheitserreger bekämpfen. Man spricht von einer Überreaktion des Körpers.
Symptome- Die Unterschiede zur Erkältung
Typische Reaktion in dem Nasenbereich:
- Fließschnupfen mit starker wässriger Flüssigkeitsbildung
- Durch geschwollene Schleimhaut eine verstopfte Nase
- Häufige Niesattacken
- Juckreiz
Typische Reaktionen in dem Augenbereich:
- Rötung
- Brennen
- Juckreiz
- Tränenfluss
- Lichtempfindlichkeit
Weitere Beschwerden bei Heuschnupfen können sein:
z.B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Juckreiz in Ohren- und Mundraum
Ursachen- Der Allergie auf der Spur
Das Vorkommen der Allergie stieg in den letzten Jahren stetig. Dabei werden verschiedene Ursachen angeführt. Die Veranlagung zur allergischen Reaktion wird vererbt. Die steigende Krankheitshäufigkeit wird durch die Zunahme der Hygiene, den immer mehr werdenden Schadstoffen, sowie durch veränderte Lebensgewohnheiten erklärt.